Zen im Geiste: Wie man daheim entrümpelt

Eine von den Dingen, die Leo am glücklichsten machen, ist es ein sauberes, einfaches Zuhause zu haben. Wenn er morgens aufwacht und ins Wohnzimmer gehe, das entrümpelt ist, das einen minimalistischen Anblick hat, dann fühlt sich sein Herz gleich ein wenig leichter an.

Seit etlichen Jahren ist er nun schon ein Minimalist und „Entrümpler“ und mittlerweile auch ziemlich gut darin. Jedoch hat auch er bereits festgestellt, dass man immer mal wieder seinen Kram durchsehen sollte.

Hier bekommt ihr seine besten Tipps, wie auch ihr zum Master of Entrümpelung werdet: 

Mach es in kleinen Schritten: Nimm dir 15 Minuten Zeit für ein Regal, zum Beispiel. Und wenn diese 15 Minuten vorbei oder das Regal fertig ist, dann feiere diese kleinen Sieg. Und am nächsten Tag machst du ein anderes Regal wieder für 15 Minuten. Einen ganzen Schrank oder ein Zimmer auf einmal kann überwältigend werden und du gibts ganz schnell wieder auf. Wenn das der Fall sein sollte, mache es lieber in kleinen Baby-Schritten.

Nimm dir mehrere Stunden Zeit um einen Bereich zu machen. Dies hört sich wie ein widersprüchlicher Rat an und… das ist es auch. Es ist einfach nur eine andere Strategie und ich denke, mach das, was für dich am besten funktioniert. Manchmal ist es für mich sehr gut, einen Teil eines Morgens mir dafür Zeit zu nehmen oder einen ganzen Samstag morgen um einen ganzen Schrank oder Zimmer auszurümpeln. Ich mache immer alles auf einmal und wenn ich fertig bin, fühlt sich das super an.

Nimm alles aus dem Regal oder der Schublade auf einmal raus. – Welche der oben genannten Strategien du auch anwendest, solltest du dich auf eine Schublade oder ein Regal auf einmal konzentrieren und es komplett ausleeren. Dann mach diese Schublade oder Regal erst mal sauber. Nimm dann einen Stapel und sortiere diesen (siehe nächster Tipp) und leg die Dinge wieder in das Fach, die du behalten möchtest. Und so gehts zum nächsten Fach/Regal…

Geh eines nach dem anderen durch den Stapel durch und entscheide dich schnell. Bereite am besten vorher einen Müllsack und eine „Verschenke“-Box vor. Nimm dann einen Gegenstand in die Hand und entscheide: Wegwerfen, verschenken oder behalten. Leg es nicht in den Stapel zurück. Wenn du einfach nur so durch den Stapel gehst und den Stapel neu ordnest, dauert es ewig. Leg nur das wieder auf den alten Platz zurück, was du wirklich behalten möchtest und arrangiere die Sachen hübsch zusammen.

Sei gnadenlos! Vielleicht bist du ab und an ein kleiner Packesel, aber die Wahrheit ist, du wirst das meiste von dem, was du angehäuft hast, doch nicht benutzen. Wenn du etwas im letzten Jahr nur ein oder zweimal benutzt hast, aber weisst, dass du es nächstes Jahr nicht nutzen wirst, weg damit. Schmeiss es weg, wenn etwas nicht mehr reparierbar ist und verschenke die Dinge, von denen du meinst, jemand anders könnte es noch gebrauchen oder freut sich darüber.

Papiere? Sei gnadenlos, außer es ist wichtig! Zeitschriften, Kataloge, Werbeprospekte, unwichtige Rechnungen, eigene Notizzettel (ist es schon erledigt, nicht mehr relevant? weg damit!!), alte Papierkram von der Arbeit….INS ALTPAPIER!!! Die einzige Ausnahme sind deine wichtigen offiziellen Dokumente, alles was mit den Steuern zu tun hat und Rechnungen, die du noch der Garantie wegen brauchst. Doch den Unterschied erkennst du sofort. Also ist es nichts von diesen Ausnahmen? WEG DAMIT!!

Wenn du noch am Hadern bist mit mehreren Sachen, dann nimm dir noch eine „Vielleicht“-Box. Wenn du also etwas absolut nicht wegwerfen kannst und es später noch brauchst, leg diese Sachen in diese Box, schliesse sie und schreibe darauf, was drin ist. Dann stell diese Box unter (Garage, Keller, Dach etc.). Sehr wahrscheinlich wirst du diese Box überhaupt gar nicht mehr öffnen. Sollte dies der Fall sein, nimm dir diese Box nach 6 Monaten oder einem Jahr wieder vor und schmeiss die Sachen weg oder verschenke sie.

Überlege dir ein System, wie du das Anhäufen von vorne herein verhinderst. Es gibt einen Grund, warum du so viele Stapel Papiere überall herumliegen hast, oder auch die Berge von Spielzeug, Bücher und Klamotten. Es ist, weil du kein richtiges System hast, wie du die Dinge in Ordnung hältst und dich von den Dingen trennst, die du nicht brauchst. Das ist noch einmal ein anderer Artikel, aber das solltest du auch bedenken in dem Moment, wenn du einmal richtig entrümpelst, schliesslich willst du ja nicht wieder von vorn beginnen, sobald du den letzten Stapel beendet hast, nicht wahr? Es wird nie 100% perfekt werden, aber wenn du ein wenig Zeit dafür aufwendest, zu schauen, wie es überhaupt dazu kam, dass dein Haus so voll wurde mit viel Kram, kannst du dieses Problem an den Wurzeln packen und vielleicht verhindern, dass es wieder voll wird.

Feiere deinen Erfolg, wenn du fertig bist. Dies ist im Übrigen eine Regel allgemein im Leben: immer, wenn du Aufgaben vollbracht hast, solltest du diesen kleinen, mitten im Alltag entstandenen, Triumph feiern. Selbst wenn du nur ein einziges Fach entrümpelt hast, so ist das doch schon mal wunderbar. Belohne dich selbst mit etwas besonderem. Öffne diese Schublade, Fach oder stelle dich vor dein Regal und bewundere diese wunderbare Leichtigkeit. Atme tief ein und sei dir dessen bewusst, dass du gerade etwas sehr gutes getan hast. Sieh an, du kannst ja so etwas wie Glück empfinden… 😉