Wie Leo zum Frühaufsteher wurde

 
Leo stellte fest, dass das früh aufstehen eines der besten Dinge ist, die er in seinem Leben in letzter Zeit geändert hätte, und da er ja so lieb ist und auch möchte, dass es anderen Menschen gut geht, möchte er gern ein paar Tipps teilen. Hier gibt es auch einen Artikel über seine Morgen-Routine, und vielleicht möchtet ihr ja wissen, wie es dazu kam, dass er um 4:30 Uhr aufsteht…

Lange Zeit war Leo ein „Spätaufstehen“. Er liebte es, auszuschlafen (ganz ehrlich, wer tut das nicht? 😉 ). Dann haben sich einige Dinge geändert, da er um 6:00 Uhr/6:30 Uhr aufstehen musste, um seinen Kindern die Pausenbrote vorzubereiten und sie selbst für die Schule fertig zu machen. Dann in einem Jahr entschied er, für seinen ersten Marathon zu trainieren, und dachte sich, er muss morgens früh laufen, wenn er noch Zeit für seine Familie haben wollte.

So kam die Entscheidung das Frühaufstehen zu einer Gewohnheit zu machen. Er begann damit, um 5:30 Uhr aufzustehen, dann um 5:00 Uhr. Als das eine feste Gewohnheit wurde, und er mal um 4:00 Uhr oder um 3:30 Uhr aufstehen musste, wenn er mal länger laufen wollte, war das kein Problem.

Im Jahr dadrauf, als er entschied am NaNoWriMo teilzunehmen, stand er um 4:00 Uhr morgens auf, um mindestens eine Stunde am Tag zu schreiben. Nun, als er sein „Roman-Schreib-Ziel“ erreichte, muss er nicht mehr so früh aufstehen, hat für sich aber einen schönen Kompromiss gesetzt, um 4:30 Uhr aufzustehen. An manchen Tagen, wenn er wirklich müde ist (weil er z.B. spät schlafen gegangen bin), steht er auch schon mal um 5:00 oder um 5:30 Uhr auf, aber das ist immer noch früher als vorher.

Hier kommen nun Tipps für euch, ein Frühaufsteher zu werden: 

Mach keine drastischen Änderungen. Fang langsamer an, in dem du 15-30 Minuten früher aufstehst als sonst. Gewöhn dir das ein paar Tage lang an. Wenn das gut klappt, dann stell den Wecker noch mal um 15 Minuten eher ein. Mach dies also schrittweise, bis du die gewünschte Uhrzeit erreicht hast.

Erlaube es dir, früher schlafen zu gehen. Vielleicht bist du es gewöhnt, abends lange aufzubleiben, vielleicht schaust du Fern oder surfst im Internet. Doch wenn du diese Gewohnheit beibehältst, und dabei das Frühaufstehen dir angewöhnen möchtest, wird eines von beidem früher oder später leiden. Und wenn du bei dem Frühaufstehen nachgibst, wird alles umsonst gewesen sein und du musst wieder von vorn beginnen. Du solltest also am besten früher ins Bett gehen, selbst wenn du noch nicht das Gefühl hast, müde zu sein, und ein Buch zu lesen. Und wenn du dann wirklich müde bist, wirst du früher einschlafen als du denkst.

Stell den Wecker weit weg von deinem Bett. Wenn es direkt neben deinem Bett steht, wirst du nur den Snooze-Knopf drücken. Gewöhn dir gar nicht erst an, diesen Knopf zu betätigen. Wenn der Wecker weit weg von deinem Bett steht, musst du aufstehen, um ihn auszuschalten. Dann bist du zumindest schon mal auf, und am besten du bleibst es auch.

Gehe aus deinem Schlafzimmer raus, sobald du deinen Wecker ausgeschaltet hast. Gib dir selbst gar nicht erst die Chance, ins Bett zurück gehen zu können. Zwing dich einfach selbst dazu, aus dem Schlafzimmer rauszugehen. Leo’s Gewohnheit ist es, ins Badezimmer auf Toilette zu gehen. In dem Moment, wo er das erledigt habe, seine Hände gewaschen und sein (doch noch etwas) verschlafenes Gesicht im Spiegel erblickt habe, ist er wach genug, um in den Tag zu starten.

Denk gar nicht erst darüber nach. Wenn du erst mal deinem Gehirn erlaubst, dich davon zu überzeugen, später aufzustehen, wirst du es nie schaffen. Schliesse also für dich von vorne herein aus wieder ins Bett zu gehen.

Gönne dir ein Ausschlafen dann und wann. Trotz alle dem, was im vorigen Punkt gesagt wurde, ist es doch schön, ab und an auszuschlafen. Wenn es wirklich nur eine Ausnahme bleibt.

Sieh früh aufzustehen als Belohnung an. Klar, am Anfang wirst du das Gefühl haben, dich zu etwas sehr schwerem zwingen zu müssen, doch wenn du es dir angenehm gestaltest, wirst du dich bald schon darauf freuen, früh aufzustehen. Leo’s Belohnung war eine Zeitlang, sich einen frischen Kaffee zuzubereiten und ein Buch zu lesen. Als er mit dem Kaffee trinken aufhörte, freute er sich immer noch darauf, sein Buch zu lesen. Andere Belohnungen können sein, sich ein schönes Frühstück zuzubereiten (z.B. einen tollen Smoothie, hm lecker), den Sonnenaufgang beobachten zu können oder zu meditieren. Finde etwas, das du toll findest, und mache es zum Teil deiner Morgen-Routine.

Nutze diese zusätzliche Zeit ganz bewusst. Stehe nicht einfach nur ein, zwei Stunden früher auf um in irgendwelchen Blogs zu lesen, es sei denn, das ist Teil deines Zieles. Stehe nicht früher auf und verschleudere dann diese Zeit für nix. Mach dich bereit für den neuen Tag. Leo nutze diese Zeit gern, um die Pausensnacks seiner Kinder vorzubereiten, den Rest des Tages zu planen (wenn ich meine DWD’s festsetze), Sport zu machen, zu meditieren und um in einem Buch zu lesen. Wenn es dann 6:30 Uhr, hat er bereits mehr erledigt, als viele Menschen den ganzen Tag über.

Geniesse die Morgendämmerung. So viel du kannst, schau nach draussen, idealerweise gehst du direkt raus, sieh dir an, wie sich der Himmel langsam erhellt. Es ist so wunderschön. Und still und friedevoll. Leo sagt, es ist mittlerweile seine Lieblingstageszeit. Früh aufzustehen ist für ihn schon die Belohnung an sich.