Was ist wirklich notwendig? Wie man bescheiden lebt…

Es gibt eine Sache, die Leo immer weiter vertiefen möchte, und das ist, alles zu eliminieren, was in seinem Leben überflüssig ist. Du wirst jetzt wahrscheinlich denken, dass er alles, was Spaß macht, aus seinem Leben ausschliesst. Aber das ist nicht wahr. Hier kommt die Erklärung…

Die erste Frage in dieser Aufgabe ist, was bedeutet „notwendig“? Wir müssen also erst mal herausfinden, was notwendig ist…und es muss überhaupt erst mal geklärt werden…notwendig für was? Was ist das tatsächliche Ziel? Seine Antwort, die sich von anderen sicherlich unterscheiden wird, ist, „notwendig für ein glückliches Leben“.

Diese Definition würde nun vieles mehr beinhalten, als die Basis von Kleidung, Behausung und Nahrung. Es wäre wohl nicht notwendig mit seiner Frau auszukommen, um zu überleben, aber es ist notwendig für ihn in seinem Leben glücklich zu sein. Das gleiche gilt für die Kinder. Um glücklich zu sein, muss er eine gute Beziehung zu ihnen aufbauen, sie glücklich machen und Zeit mit ihnen verbringen.

Das heisst nicht, dass alles, was er mit ihnen macht, als notwendig gilt. Er kann glücklich sein mit seinen Kindern, in dem er einfach nur in einen öffentlichen Park geht – er muss ihnen nicht ständig Sachen kaufen oder teuer ausgehen (wie Einkaufszentrum, Kino oder Vergnügungsparks).

Genauso ist es auch, dass wir essen müssen, aber wir müssen kein Junk Food essen. Klar, du könntest jetzt einwenden, dass dich nun mal Pommes oder Süßigkeiten glücklich machen. Nun, das ist der Schlüssel in dieser Übung: brauchst du wirklich etwas um glücklich zu sein? Oder sogar noch, brauchst du es täglich oder können es einmalige Verwöhnmomente sein?

Kaffee und Schokolade sind zwei aktuelle Beispiele bei Leo. Er liebt beides. Aber er ist abhängig von ihnen (wegen des Koffeins), und das führt dazu, dass er sie mehr will, als er wirklich bräuchte, um glücklich zu sein. Daher versuche er sie wegzulassen, zumindest vorübergehend. Und wenn er diese Gewohnheit erst mal los geworden ist, kann er sie wieder als Belohnung ab und an einbringen, ohne gleich zurück in die Abhängigkeit zu fallen.

Andere Dinge, die er weglassen sollte (außer als Belohnung): 

  • ins Kino gehen (passiert nur noch sehr selten)
  • Süßes, wie Kuchen, Dessert und BonBons ( es ist schon weniger, aber immer noch mit großer Versuchung)
  • Spielzeug (also vor allem technische Spielereien, die cool sind, aber die er nicht wirklich braucht – z.B. MP3-Player)
  • neue Bücher (er versucht sich gebrauchte zu kaufen oder seine einzutauschen)
  • auswärts essen (er versuchte schon, dies einzuschränken, aber es ist immer noch mehr, als es sein sollte)

Im Grossen und Ganzen ist schon eine Menge aussortiert, und Leo kann bereits sehr zufrieden mit dieser Leichtigkeit sein, die er für sich selbst geschaffen hat. Es gibt noch eine Menge zu tun, aber letztlich geniesst er den Prozess und nicht so sehr das Endprodukt.

Kleine Aufgabe für dich: Was sind die 10 Dinge, die du in deiner Wohnung hast, die du jetzt und gleich loswerden könntest (schon immer loswerden wolltest)? Warum sind die immer noch da?